Am Freitag und gestern Saisonbeginn.
Freitag Ersatz in der 2. (KL) gegen einen Gegner mit KN (=> steht für Kotz

Noppen) auf der VH. Speziell gegen diese Kombination tue ich mich sehr schwer. Im 1.Satz war ich rasant mit 5:0 gestartet, auf 9:4 weg und musste am Ende um ein 11:9 zittern. Da war mir klar: er hat es 'raus

. Der 2. Satz war desaströs 2:11. Zähne zusammen gebissen und gekämpft, aber mit zweimal zu 8 verloren, weil die VH nicht kam. Anstatt die erarbeiteten Vorlagen zu verwandeln, dem Gegner die Punkte geschenkt. Ironie: beim Einspielen mit unserem Einser meinte dieser "Deine VH ist aber richtig gut geworden." Bei näherem Nachdenken & Wundenlecken im häuslichen Kämmerlein, bin ich dann wieder zu dem wohlvertrauten Schluss gekommen: Stellungspiel & Unbeweglichkeit. Während ich beim Einspielen, bei Übungen und auch im Doppel im richtig zum Ball stehe und die VH daher meist kommt, stehe ich beim Einzel mit der Hose am Tisch eher noch etwas rechts vom Mittelstrich, um nur ja alles mit dem Glanit abdecken zu können. Und wenn dann die Vorlege kommt, müsste ich mich umstellen, eher noch etwas weiter weg vom Tisch. Stattdessen wird "irgendwie" und voller Panik - man weiß ja

,wie es ausgeht - voller Inbrunst draufgehauen.
Gestern dann in meiner Mannschaft (2.KK, vorne) gespielt. Im Doppel das gegnerische Einserdoppel planiert

. Das erste Einzel im 5. Satz zu 9 verloren; aber zurecht, denn der Gegner war schon 10:4 auf und davon. Den ersten Satz hatte ich wie gehabt gespielt und verbockt. Im 2. Satz habe ich mich dann in die RH gestellt und konsequent mit der VH auf der VH gespielt. Nach 10:0 gelang dem Gegner noch ein gesichtswahrendes 11:2. Dritter Satz auch klar. Dann hatte er sich auf [völlig ( Sicher & Passiv)] umgestellt. Das hielt er auch im 5. konsequent durch, wobei ich anfangs ein Eisenärmchen hatte, was ihm den komfortablen und letztlich entscheidenden Vorsprung sicherte.
Der zweite Gegner rannte im 1. Satz voll ins Messer, stellte sich dann erfolgreich um und beim 1:2 Satz Rückstand war ich gedanklich endgültig mit dem GlAnti fertig und sinnierte, welches Holz ich mit Victas 401 auf der VH und Killer KN auf der RH bestücken würde. Aber er kam - warum auch immer - aus dem Tritt und verlor den 4. Satz. Da er dankenswerter Weise mehrfach über seine RH lamentiert hatte, bediente ich ihn dort im 5.Satz. Musste zwar feststellen, dass ich ihm schöne Vorlagen hinstellte, die ein potenterer Gegner mit Kusshand genommen hätte. Aber er setzte das Meiste hinter und neben den Tisch.
Aber mir ist mit Erschrecken klar geworden, dass selbst in diesen Niederungen fast alle Gegner sehr schnell lernen, passiv auf den GlAnti zu spielen und dass ich dann keinen Druck aufbauen kann. Mein langsamer GRAL plus langsamem Buffalo ist zwar hochsicher, aber in dieser Situation auch recht harmlos. Talentiertere Kämpfer können damit vielleicht aggressiv werden, aber ich fange mir dabei zuviele Fehler ein. Muss mich also auf platziertes Ablegen und sanftes Schieben beschränken.
Fazit:
- Stellung wird geändert; 50 cm weiter vom Tisch weg und etwas mehr in die RH.
- in der Pause werde ich zum Affen.