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Butterfly Defence III

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Butterfly Defence III

BeitragMo 12. Aug 2013, 11:31

viewtopic.php?f=20&t=1184&p=11081&hilit=testbericht#p11081

Mikethebike hat geschrieben:Hier einmal meine gesammelten Eindrücke zu diesem Sehr schönen Holz.
Vorab: Definitiv kein Holz für diejenigen, die auf eher "lebendige" oder"schwingende" Hölzer wie KVU, Innershield, TT-Manufaktur H&s etc. stehen. Eher etwas für diejenigen, die eine Alternative für OX-Noppen (aber auch Schwammnoppen) zu NSD oder JSH suchen (die ich beide gerne und intensiv gespielt habe!). Das Defence III ist ähnlich gut in derGefährlichkeit wie das NSD (Hackblock, Druckschupf, Schnittweiterleitung), ohne dessen Lahmheit auf der Vorhand und mit einem deutlich flacheren Ballabsprung! Gegenüber dem JSH ist es deutlich kontrollierter und auch langsamer, was aber gerade mit dem DtecS sehr viel Sicherheit bringt. Mit dem nächstdickeren Vorhandbelag läßt sich die etwas geringere Durchschlagskraft aber gut ausgleichen. Nun meine Testberichte:
Ich habe das Defence III nun testen können. Erster äußerlicher Eindruck: Sehr ähnlich zum Defence II, gut verarbeitet, der Griff (gerade) ist ein wenig schmaler, liegt aber gut in der Hand und es lässt sich leicht drehen. Das Gewicht (ich habe es nicht wiegen können) ist möglicherweise ähnlich. Es macht aber in der Hand einen etwas "dynamischeren" Eindruck (liegt vielleicht am Griff).
Auf die Vorhand kam ein Tibhar Aurus Soft in 1,9, der so etwas wie mein Referenzbelag ist. Beim ersten Schlag bekam ich zuerst einen Schreck (hatte kurz zuvor ein Innershield mit dem gleich Belag gespielt): Alle Bälle gingen ins Netz. Im Gegensatz zum Innershield (auf dem mir der Aurus Soft viel zu schnell und katapultig ist) ist der Ballabsprung extrem flach. Daran muss man sich erstmal gewöhnen und das Blatt deutlich weiter öffnen. Auch die Geschwindigkeit ist deutlich langsamer. Ich würde sogar sagen: bei Block und Schnittabwehr langsamer als das Defence II, wobei die Charakteristik kontrolliert und sehr präzise ähnlich ist. Bei Offensivschlägen (Blatt wiederum offener) ist es aber durchaus nicht langsam und nähert sich dem Defence II an. Schnittentwicklung bei Aufschlägen sehr gut (meine z.T. guten Gegner schupften so manchen Unterschnittaufschlag ins Netz). Insgesamt: Vergleichbar mit Defence II mit etwas geringerer Geschwindigkeit, aber eigentlich mehr Härte (und damit für mich: Präzision).
Auf der Rückhand klebte zunächst ein Feint long III in 1,0, einen Belag, den ich noch nie gespielt hatte und dem gegenüber ich bislang immer recht skeptisch war (zu NI-ähnlich, schnittempfindlich und harmlos als Vorurteile). In dieser Kombination für mich aber durchaus spielbar. Es ist tatsächlich so, dass man kaum eine Technikanpassung gegenüber herkömmlicher NI-Technik braucht. Man kann kontern, schlagen, ziehen. Alles sehr einfach und durchaus nicht ungefährlich. Auch Aufschlagannahme ging eigentlich ganz gut (man muss halt nur die Technik stärker in Richtung NI-Belag ausführen, dann spürt man, dass sich mit dem Feint III Aufschläge immer noch weitaus besser annehmen lassen als mit jedem NI-Belag). Block und Unterschnittabwehr gingen sehr gut (schöne, lange, flache Abwehrbälle, die durchaus ausreichend Schnitt hatten). Ich denke, dass alles in allem die Kombination von Härte und Langsamkeit des Holzes hier große Vorteile bei der Verwendung des Feint III hat.
Danach kam aber meine Rückhand-Referenz, ein DtecS in OX auf die Rückhand. Zunächst wieder das Phänomen des flachen Ballabsprungs direkt ins Netz. Dann aber Winkelanpassung und Längenkorrektur (festeres Reingehen). Und das war wirklich ein Erlebnis: Super guter Druckschupf, der extrem flach abtaucht und viel Ekeleffekt hat. Kurze und ausgesprochen schnittreiche Hackblocks auf wirklich schnelle Topspins. Sehr schnittreiche und extrem flache Schnittabwehr aus der Distanz (hier musste ich manchmal auch noch ein wenig Höhenkorrektur vornehmen) und sehr eklige Liftbälle, die schön auf den Tisch trudeln ohne zu hoch zu geraten. Vor allem auch kurze Ablagen, langsam angezogene Lullerbälle etc., bei denen ich mal vergesse zu drehen, ließen sich mit der Noppe annehmen, ohne zu sehr zu steigen. Manchmal konnte ich da mit Handgelenkeinsatz sogar noch ein wenig Schnitt erzeugen.
RH insgesamt: Sehr gutes Holz für einen kontrollierten Einsatz sowohl von Schwammnoppe als auch in OX. Hier erschien mir das Defence III eher härter als das Defence II, hat aber noch etwas von dem guten Gefühl, das dieses vermittelt. Das bedeutet: Es lässt sich ähnlich kontrolliert wie mit dem Defence II abwehren, aber die Gefährlichkeit ist noch ein wenig gesteigert. Einzig der flache Ballabsprung will bewältigt werden.

Zweiter Testbericht:
Jetzt habe ich mein eigenes Defence III (92g, leicht versiegelt) erhalten und spielen können. Um es kurz zu sagen: Ein absolutes Traumholz für den DtecS OX! Ich habe schon mehrere Hölzer mit dem Belag gespielt und dieses vereint wirklich eine Reihe von Vorzügen: Genug Härte für sehr gute Schnittumkehr beim Hackblock, sehr gutes, gefühlvolles Anschlaggefühl in der langen Abwehr (fast wie mit Schwamm), guter Druckschupf, sehr sicher über dem Tisch, v.a. bei der Aufschlagannahme. Sehr ähnlich zum Defence II, aber halt gefährlicher wegen der etwas größeren Härte, aber eben auch sehr viel Ballgefühl vermittelnd. Was gewöhnungsbedürtig ist der extrem flache Ballabsprung, der aber eben auch gefährlich für den Gegner ist.
Das erschwerte mir zunächst auch die Auswahl des Traningsbelages. Da ich aber vor kurzem in den Besitz eines sehr schönen (aber sehr anstrengend riechenden) Haifu Whale 2 medium in 2,0 gekommen bin, habe ich es damit mal versucht. Auch der hat hat ja eigentlich keinen hohen Ballabsprung, aber warum nicht? Ergebnis: Erstaunlich gut! Nach ein wenig Winkelanpassung und stärker geöffneten Schlägerblatt stellte sich hohe Zufriedenheit ein: extrem schnittige Aufschläge, sehr sicheres, flaches Schupfen über dem Tisch, absolut sichere und sehr giftige Blocks, sicheres Anziehen von starkem Unterschnitt,erste Versuche mit Unterschnittabwehr mit der Vorhand waren auch vielversprechend. Was noch ein wenig gewöhnungsbedürftig (aber eher vom Gefühl) ist, ist der Schuss, nachdem ich vorher mit dem Aurus Soft einen deutlich katapultigeren Belag gespielt habe.
Alles in allem eine Superkombi, die sich gut für ein Mischspiel mit Störspiel und moderner Abwehr eignet.

3. Testbericht:
Der flache Ballabsprung auf der Rückhand ist nun bewältigt, man kann mit dem DtecS OX gut reinsensen -muss sich nur trauen - dann wird das was, alles bleibt sehr sicher, sowohl am Tisch als auch aus der langen Abwehr, die mir mit dem Holz - und Gegnern, die auch wirklich angreifen - immer mehr Spaß macht.
Da lag aber auch das Problem des Haifu. Der ist zwar schön schnell, was man gut merkt, wenn man am Tisch mit schnellem Armzug anzieht, was ich aber technisch nicht wirklich gut beherrsche. Aus der Abwehr fehlte mir da aberaber der Katapult anderer Beläge, da ging mir zu viel ins Netz bzw. geriet beim Reinlöffeln zu kurz. Also habe ich in den sauren Apfel gebissen und bin nun doch zum Butterfly-Dealer. Da erwies sich im Test ein Tenergy 64 in 1,9 (ich hatte es befürchtet!) für mich als der absolut beste Belag auf diesem Holz. Weiterhin gute Kontrolle beim Schupfen über dem Tisch, bei der Schnittabwehr und beim Block, die angezogenen, gelöffelten oder geblockten Bälle aus der Halbdistanz hatten aber nun die richtige Länge und Höhe. Schuss war nicht zu wabbelig oder zu tot, Topspin und Aufschläge sind wegen des supergriffigen Obergummis sowieso supergut. Also: Bty-Belag auf Bty-Holz sehr starke Empfehlung!
Meine Kombi ist gefunden, aber das Defence III kann sicherlich für mehr Leute eine Alternative sein, bevor Ihr Euch über diverse "Säue" wieder reuevoll dem NSD zuwendet!
Foren-Admin from Hell

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