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Re: AW: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 13:44
von Variatio
Coxeroni hat geschrieben:Nur ist natürlich die Umsetzbarkeit oft so ne Frage, aber das ist bei den anderen ja auch so.
Das ist ja praktisch bei allen so. :yesbad:

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 13:46
von Cogito
BINGO !

Ich habe den Wahl-O-Mat jetzt auch getestet:
73% AfD
64% FDP *
63% Partei der Vernunft
...
51% NPD
49% Grüne
41% Linke

* Da falle ich nicht mehr darauf 'rein: die haben ein geiles Parteiprogramm, halten sich aber nicht für 5 Cent daran. Opportunistengesindel.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 13:52
von Coxeroni
Cogito hat geschrieben:BINGO !

Ich habe den Wahl-O-Mat jetzt auch getestet:
73% AfD
Was will die AFD denn sonst so, außer raus aus dem Euro?

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 14:07
von Variatio
Cogito hat geschrieben:BINGO !

Ich habe den Wahl-O-Mat jetzt auch getestet:
73% AfD
64% FDP *
Find ich gut. Jeder FDP-Waehler, der nun AfD waehlt, ist ein guter Waehler! :ichweisswas: ;)

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 14:12
von Variatio
Cogito hat geschrieben:* Da falle ich nicht mehr darauf 'rein: die haben ein geiles Parteiprogramm, halten sich aber nicht für 5 Cent daran. Opportunistengesindel.
BTW:

YouTube

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 14:35
von Grobmotoriker
Coxeroni hat geschrieben: Hast du Themen priorisiert?
Ja habe ich, und das wird wohl auch der Grund sein.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 14:36
von Coxeroni
Grobmotoriker hat geschrieben:
Coxeroni hat geschrieben: Hast du Themen priorisiert?
Ja habe ich, und das wird wohl auch der Grund sein.
Gut möglich, sofern es Themen waren, bei denen die großen die gleiche Meinung haben.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 14:39
von Grobmotoriker
Ja oder die Partei(en), der ich ungewichtet nahe stünde, genau in dieser Frage(n) abweicht.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 14:45
von Coxeroni
Grobmotoriker hat geschrieben:Ja oder die Partei(en), der ich ungewichtet nahe stünde, genau in dieser Frage(n) abweicht.
Da gibt's nur eins: nochmal machen und dieses Mal nicht gewichten :)

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 15:01
von Variatio
Ach so - ohne Gewichtung:

GRÜNE 89,5 %
PIRATEN 85,5 %
DIE LINKE 80,3 %
SPD 68,4 %
FDP 52,6 %
AfD 48,7 %
CDU / CSU 43,4 %
NPD 42,1 %

CDU immerhin knapp vor der NPD ;)

Re: AW: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 16:44
von bamboole
Coxeroni hat geschrieben: Warum nicht?
Für mich ist das tendenziell eine Nerd- und "Themenpartei". Durchaus viele Ansätze zu mehr Bürgerrechten, Datenschutzrechten, Schutz individueller Rechte und Werte sowie Abkehr von alten "Zöpfen" - z.B. gegen Kirchensteuer etc. die ich mit ihnen teile. Insgesamt fehlt mir aber die Vorstellungskraft, dass die auch in anderen Fragen jenseits ihres Kerngebiets kompetent sind oder wo sie außer im Datenschutz bei einer Koalition tätig sein könnten. Mag auch ein Kommunikationsproblem sein. Das ist mir dann doch zu wenig und sie kommen mir zu wenig authentisch herüber. Ich habe so den Eindruck, dass da manche Themen ins Programm aufgenommen wurden, weil es die anderen Parteien auch haben und man sich eben äußern "muss". Gibt es woanders ebenso, doch wenn man den Anspruch erhebt,"anders" sein zu wollen und bereit ist "zu entern", dann bitte auch richtig und überzeugend.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 17:14
von Referre
Ich wähle weder extrem links noch rechts, sondern orientiere mich an der jeweils angekündigten und zukünftigen Führungsmannschaft. Zudem bewerte ich die Lage der Nation im Wahlquartal... Irgendwann muss man ja den Stift
aus der Hand legen, die Arbeit abgeben und bewerten lassen. Desweiteren erwarte ich eine absolute Führungspersönlichkeit an der Spitze, die auch mal launisch ist und klare Positionen vertritt, die sich mittel- bis langfristig für Deutschland auszahlen.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 17:15
von Cogito
Coxeroni hat geschrieben: Was will die AFD denn sonst so, außer raus aus dem Euro?
z.B. ein an unseren ökonomischen Bedürfnissen orientiertes Einwanderungsmodell nach dem Beispiel Kanadas. Zitat aus Wikipedia
Die AfD will das Einwanderungsrecht nach kanadischem Vorbild umbauen, also qualifizierte Einwanderer fördern und eine „ungeordnete Zuwanderung in die Sozialsysteme“ unterbinden. Deutsch- und Staatsbürgerschaftskurse für Zuwanderer sollen gesetzliche Pflicht sein. Ernsthaft politisch Verfolgte müssten in Deutschland jederzeit Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehöre auch, dass Asylbewerber hier arbeiten dürfen.[5]

Nachdem der Landesverband Berlin die steuerliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften bejaht hatte[12], distanzierte sich der Bundesvorstand davon: Diese Gleichbehandlung dürfe nicht zur Entwertung der Ehe führen. Die Ehe sei eine zu schützende Marke ihres Wertekanons.[13]

Die AfD fordert bundesweit einheitliche Bildungsstandards. Die Rückkehr zu Diplom- und Staatsexamensstudiengängen solle möglich sein.[5]

Anfangs forderte die AfD ein Verbot aller bezahlten Nebentätigkeiten für Bundestagsabgeordnete. Um auch Selbständigen eine Abgeordnetentätigkeit zu ermöglichen, wurde dies geändert: Bundestagsabgeordnete sollten „ihre volle Arbeitskraft der parlamentarischen Arbeit widmen. Das Mandat darf nicht unter bezahlten Nebentätigkeiten leiden“.[14]

Eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird verlangt, Subventionen für Sonnen- und Windenergie sollten nicht über die Strompreise, sondern aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden.[5][6] Finanzpolitisch strebt die AfD den Abbau der Staatsverschuldung Deutschlands an. Die Haftungsrisiken aus der Euro-Rettungspolitik sollen in der Finanzplanung berücksichtigt werden. Das Steuerrecht soll vereinfacht werden, etwa nach dem Vorbild des Kirchhof-Modells.[5][6] Laut Bernd Lucke fordert die Partei drastische Steuervereinfachungen, aber keine Steuersenkungen.[15] Die AfD spricht sich dafür aus, Steuergeldverschwendung zu einem Straftatbestand zu machen und unterstützt eine dahingehende Petition des Bundes der Steuerzahler.[16] Laut Frauke Petry ist die Partei gegen Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen.[17] Die Höhe der Renten soll langfristig garantiert werden. Dabei sollen eigene Kinder bei der Rentenberechnung stärker berücksichtigt werden. Auch ein Familiensplitting sei erforderlich
Am meisten widert mich die Diffamierungskampagne AfD = rechtsradikal an.

http://www.focus.de/finanzen/doenchkolu ... 60905.html

Mit sowas ist auf jeden Fall schon mal meine Stimme für die AfD gesichert. Siehe dazu auch

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 19255.html


Ich will mit all dem beileibe nicht sagen, dass ich die AfD von hinten bis vorne ganz toll finde. Anfangs war ich sogar bereit Mitglied zu werden, bis ich las, dass der größte Zustrom von denen kam, die sich in der jetzigen CDU nicht mehr zuhause fühlen. "Oh Graus" dachte ich mir, "die ganzen oberspießigen, ewiggestrigen Betonköpfe, die von Mutti kleingekaut wurden ?" Ich belasse es bei meiner Stimme - für dieses Mal.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 17:18
von Coxeroni
Das Zuwanderungszeug ich ja schön gedacht, in der EU jedoch absoluter Käse. Oder will die AfD auch, dass wir aus der EU austreten? Als EU-Bürger darf ich nun mal leben und arbeiten wo ich will, auch wenn das nicht in meinem Geburtsland ist und ich vielleicht Ziegenhirte war.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 18:28
von Otter1978
Coxeroni hat geschrieben:Das Zuwanderungszeug ich ja schön gedacht, in der EU jedoch absoluter Käse. Oder will die AfD auch, dass wir aus der EU austreten? Als EU-Bürger darf ich nun mal leben und arbeiten wo ich will, auch wenn das nicht in meinem Geburtsland ist und ich vielleicht Ziegenhirte war.
Du darfst auch weiterhin leben wo du möchtest. Nur musst du da wo du leben willst, selbst für deinen Unterhalt sorgen. Und das finde ich genau richtig. Ich habe rein gar nichts gegen Ausländer. Wollen die aber bei uns leben, dann sollen sie arbeiten gehen. Stellt sie keiner ein, weil sie keine Ausbildung haben und kein deutsch sprechen, siehts schlecht für die Jenigen aus. Geld vom Staat soll nur derjenige bekommen, der vorher in die sozialen Systeme eingezahlt hat oder der nicht arbeiten kann (z.B. wg Krankheit).

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 19:16
von Defensiv-Anti
Mein Ergebnis:

DIE LINKE 78 %
PIRATEN 75 %
GRÜNE 71 %
SPD 63 %
NPD 62 %
FDP 45 %
AfD 44 %
CDU / CSU 30 %

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 19:25
von Cogito
Otter1978 hat geschrieben: Du darfst auch weiterhin leben wo du möchtest. Nur musst du da wo du leben willst, selbst für deinen Unterhalt sorgen. Und das finde ich genau richtig. Ich habe rein gar nichts gegen Ausländer. Wollen die aber bei uns leben, dann sollen sie arbeiten gehen. Stellt sie keiner ein, weil sie keine Ausbildung haben und kein deutsch sprechen, siehts schlecht für die Jenigen aus. Geld vom Staat soll nur derjenige bekommen, der vorher in die sozialen Systeme eingezahlt hat oder der nicht arbeiten kann (z.B. wg Krankheit).
So sehe ich das auch. Laut EU-Gesetzgebung und auch laut unserem Bundesverfassungsgericht steht aber jedem, der hier lebt, das Existenzminimum zu. Wenn das aber verglichen mit ausländischen Maßstäben "paradiesisch" hoch ist, dann wirkt das wie ein Magnet. Darunter leiden dann alle: diejenigen, die kommen und deren Erwartungen bitter enttäuscht werden, und diejenigen, die die Gekommenen finanzieren müssen.

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die alle, die da kommen, als Schmarotzer beschimpfen. Die gibt es sicher auch, dürften aber deutlich in der Minderzahl sein. Die meisten wollen hier arbeiten, Geld verdienen und damit ihre Familien, die meist daheim geblieben sind, unterstützen. Hier angekommen werden sie erst einmal von bereits arrivierten Landsleuten ausgenommen, bekommen Drecksarbeiten, deren kümmerlichen Lohn ihnen oft noch vorenthalten wird. In Hamburg stellen sie bereits ein so großes Problem für die Obdachlosenunterkünfte dar, dass die Hansestadt ihnen die Heimfahrt mit 130 € finanziert. Gescheitert und gedemütigt ziehen sie dann wieder in ihre Heimat ab. Da spielen sich wahre Tragödien ab.

Dem muss man durch ein Auswahl- und Qualifizierungsprogramm entgegenwirken, jenseits dessen aber auch niemand eingelassen (=> Nicht-EU) und finanziert wird.

@coxeroni
Es gibt auch noch Länder außerhalb der EU 8-) .

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 20:03
von Coxeroni
Es bekommt ja nicht jeder alle Sozialleistungen. Die derzeit ankommenden Bulgaren und Rumänen kommen nur Kindergeld, sonst nix. Begründung ist, dass die Kinder ja nix dafür können hier zu sein und deshalb Unterstützung verdient haben.
Ihr könnt mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber kein Einwanderer egal woher bekommt hier ALG o.ä. ohne gearbeitet zu haben.

Kanada pickt sich einfach die Rosinen raus. Brauchen sie grad keine Informatiker, kommst du als Informatiker auch nicht rein, ebenso wenig wenn du kein Englisch sprichst. Neuseeland macht das relativ ähnlich.
Trotzdem könnt ihr mir gerne erklären, wie ihr das in unserer Staatengemeinschaft handhaben wollt. Auch wenn es natürlich auch Zuwanderer aus Ländern außerhalb der EU gibt.

Edit: von Zuwanderer außerhalb der EU kann man so eine Auswahl mMn gerne machen.

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 20:58
von Variatio
Apropos Politik - ich finde Lobo ja hin und wieder kritisierbar, aber oft hat er auch sehr recht ... So zum Beispiel zum Totalversagen der deutschen Politik bzgl. NSA/Snowden. Allen voran unser liebster Innenminister.

Aktuelles Statement:
"Friedrich bekräftigt in NSA-Affäre: 'Wir werden nicht ausspioniert'"
Mal ganz ehrlich, ist der so doof und glaubt das - oder so doof und denkt, man wuerde ihm das abkaufen?

Hier mal eine schoene Zusammenfassung von Lobo:
"Der Innenminister erweist sich in wirklich allen Facetten aus wirklich jeder Perspektive als Fehlbesetzung. Hans-Peter Friedrich gibt bei Prism das ministergewordene Staatsversagen, jeder Halbsatz bietet Nährboden für zehn Jahre Politikverdruss."

Pofalla und die allermeisten weiteren derzeitigen an der Macht sitzenden Politiker sind nur unwesentlich besser. Und ob allerdings bei SPD&Co mehr Kompetenz zu erwarten ist, weiss ich auch nicht. :dontknow:

Re: Demokratie in Deutschland?

Verfasst: Do 29. Aug 2013, 22:30
von Otter1978
Ich bin der Meinung, den Bezug von Sozialleistung, genau so wie die Steuerpflicht, sollte man an die Staatsbürgerschaft koppeln. Wer also als Rumäne nach Deutschland kommt und auf Sozialleistungen angewiesen ist, der bekommt eben das, was in Rumänien üblich ist. Wenn das nicht reicht, weil das Leben in Deutschland teurer ist, der muss arbeiten oder eben in ein Land gehen, in dem die rumänischen Sozialleistungen ausreichen. Wer als Deutscher nach Monaco oder so zieht, um Steuern zu sparen, dem nützt das dann auch nix. Er muss den deutschen Steuersatz zahlen, weil er eben deutscher ist. Einen Wechsel oder doppelte Staatsbürgerschaften gibt es nicht. Spätestens mit dem 18. Lebensjahr muss man sich entscheiden, welche Staatsbürgerschaft man haben will. Diese zählt dann fürs ganze Leben.