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Spielstärke - Analyse, Technik, Taktik, Material

Alles zu spielerischen Verbesserungen
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Cogito

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Re: Spielstärke - Analyse, Technik, Taktik, Material

BeitragFr 25. Sep 2020, 10:10

0x556c69 hat geschrieben:.
* erste Reaktion auf Angriffe sollte sein: bewegen! Der Ball kann immer noch spät gespielt werden...


Daran scheitert so ein System bei mir. Das ist bei mir nicht cerebral so verankert, dass es automatisch erfolgt.

... Aber wo bekommt man den Zuspieler? :roll:


Das Zuspiel des Einwerfers war übrigens von exzellenter Qualität.

Was mich beindruckt hat, waren die Ausführungen
- zur Körperhaltung und -stabilität. Beides kann natürlich nur hinreichend sein, wenn zuvor richtig positioniert wurde also mal wieder :yesbad: leidiges Thema Laufarbeit
- zum Thema Griff. Ich war überrascht, dass alle mit sehr festem Griff spielen. Bei meinem Tischgekrökel werden damit die meisten Bälle zu lang. Auch die Bedeutung der starken Finger war mir neu. Allerdings habe auch ich festgestellt, dass spürbarer Druck von Mittel-/Zeigefinger und Daumen ein besseres Kontrollgefühl ergibt. Ring- und kleinen Finger lasse ich nur locker aufliegen, um ein möglichst lockeres Handgelenk zu haben.

Über den Griff sowie den Handgelenkseinsatz werde ich nochmal nachdenken, glaube aber nicht, dass die Leitlinien der modernen Abwehr von JSH für mein Gestöpsel vorteilhaft sind.
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0x556c69

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Re: Spielstärke - Analyse, Technik, Taktik, Material

BeitragDo 1. Okt 2020, 10:31

(Übertrag aus NT)
Es gibt immer Spieler mit ähnlichem Material, die wesentlich stärker sind als man selbst. Daran liegt es also nie. Durch Berücksichtigung einiger weniger Punkte kann man aber durchaus selbst bessere Ergebnisse erzielen:

- Nicht "aus dem Bauch" spielen, sondern klarmachen, wie man spielen will. Das auch im Training tun, denn dies ist eine Einstellungssache, die auch geübt werden muss.

- genügend Abstand vom Tisch, wenigstens einen halben Schritt hinter der Grundlinie. Ein kurzer Aufschlag muss mit einem Ausfallschritt nach vorne gerade noch erreicht werden. Damit kann der Ball nach dem höchsten Punkt, d.h. spät gespielt werden. Das erhöht die Sicherheit ENORM.

- Minimales Schlagrepertoire. Grundsätzlich brauchst man (als moderner Abwehrer) eigentlich nur drei Schläge: am Tisch Schupf beidseitig, aus der Halbdistanz RH-Schnittabwehr und VH-Topspin. Alles andere ist nett, hilft als Abwechslung, ist aber nicht erforderlich. Diese Schläge aber oft und gezielt üben und sie BEWUSST einsetzen.

- Aufschläge üben. Das müssen nicht viele verschiedene oder komplizierte sein, aber alle Schnittvarianten sollte man platziert und sicher hinbekommen. D.h. man muss leer oder mit Ober-, Unter-, Seitschnitt auf jeden Punkte des Tisches spielen können. Ob da nun besonders viel Schnitt drin ist oder der Gegner verwirrt werden kann, ist zweitrangig. Wichtiger ist, dass man weiß, was ein Gegner auf den jeweiligen Aufschlag tun kann. Damit muss man nicht mehr unvorbereitet reagieren, sondern braucht sich nur zwischen wenigen (möglichst automatisierten) Möglichkeiten zu entscheiden.
Beispiel: US-Aufschlag lang in Rückhand des Gegners. Was kann er tun?
1. Gegner zieht mit RH: als Abwehrer gehst man direkt einen Schritt zurück und bereitet sich auf eine Schnittabwehr vor. Sollte man das in der VH nicht mögen und der Gegner da hinspielen -> gegenheben oder Treibschlag.
2. Gegner umläuft und versucht einen VH-Topspin: wie Punkt 1.
3. Gegner schupf: wieder einen Schritt zurück, denn einen langen Aufschlag können nur richtig gute Leute kurz legen. Als Abwehrer schupft man den Ball einfach wieder lang zurück. Wenn der Gegner den Ball harmlos zurücklegt, kann man angreifen.

- Geduld üben. Ja, das kann man üben. Sobald man der Überzeugung ist, dass kein gleichklassiger Gegner einen leicht ausspielen kann, musst man auch nicht überhastet versuchen, selbst einen Punkt zu beenden.

- Wenn es ans Zählen geht (egal ob im Training oder im Punktspiel): Zeit lassen!
Bei eigenem Aufschlag kurz klarmachen, was auf den Aufschlag passieren kann und darauf vorbereitet sein.
Bei Annahme ist es gut, den Ball möglichst spät zu treffen. Damit verhindert man ein überhastetes Draufkloppen...
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