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Mentales Problem

Alles zu spielerischen Verbesserungen
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Otter1978

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Mentales Problem

BeitragSo 6. Nov 2016, 18:21

Hi an Alle.

Ich habe da ein kleines (eher großes) mentales Problemchen. Es ist mir derzeit fast unmöglich, im Training gelerntes, gefestigtes und geplantes, mit in den Wettkampf zu nehmen bzw. umzusetzen. Im Training setze ich mir verschiedene Ziele, je nach Trainingspartner. Die Ziele setze ich mehr oder weniger nur für mich, weil alle nur Sätze spielen wollen. Ich habe für mich damit kein Problem, weil ich meine Trainingspläne trotzdem umsetzen kann. Im Training nehme ich mir dann z.B. vor, platziert, sicher, mit wechselnder Rotation und Geduld zu spielen. Unabhängig davon, was der Gegner macht. Ich will dem Gegner so zusagen meine Übung aufzwingen, ohne das der es merkt. Das funktioniert zu meiner Überaschung auch ganz gut. Der Ausgang eines solchen Spiels ist mir egal, wichtig ist mir eben die Umsetzung des Trainingsziels.
Wenn es dann aber zum Wettkampf, speziell das Einzel kommt, ist alles weg. Keine Konzentration, keinen Plan, keine Taktik mehr. Kein Platzierungsspiel und keine Schnittwechsel. Ich spiele dann einfach nur noch irgendwas und lege dem Gegner oft "Elfmeter" hin oder mache selbst viele einfache Fehler. Im Doppel ist soweit alles ganz gut, wahrscheinlich weil mich mein Partner immer wieder antreibt und Vorgaben für Platzierung, Schnitt und Tempo macht. Aber im Einzel fall ich sinnbildlich in ein Loch und komme da auch nicht raus. Dann verliere ich gegen Gegner, nur weil ich deren Spiel mitmache, anstatt denen mein Spiel "aufzuzwingen". Genauer gesagt, ich versuche dies nicht mal.
Habt Ihr Tipps für mich, wie ich dieses Problem beheben könnte?

Gruß Otter
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Cogito

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Re: Mentales Problem

BeitragSo 6. Nov 2016, 19:09

Wie lange übst du denn im Training etwas ein ? Und wieviele Techniken sind es ?

Wenn es noch nicht lange genug ist, dann musst du einfach warten, bist du automatisch das Eingeübte ins Spiel übernimmst.

Wenn es zuviel verschiedene Trainingsziele sind, dann solltest du dir nur eins oder zwei vornehmen und erst dann weitere, wenn du merkst das die Übernahme geklappt hat.

An sich ist dein Ansatz richtig.

p.s. ich habe das gerade auch versucht, aber gemerkt, dass mir dabei der Spaß am Spiel vor lauter Lernen abhanden kommt und es daher aufgegeben. Lieber mit Spaß :cheers: am Spiel unten 'rumgurken als :banghead: verbiestern.
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hebel_st

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Re: Mentales Problem

BeitragSo 6. Nov 2016, 21:09

Geh nicht so verbissen ins Spiel.

Kleiner Tipp: Kennst du autogenes Training? Bei mir funktioniert das echt gut.
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cohan

Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 00:24

Für mich gibt es 2 gute Bücher fürs Mentale.
Sind zwar vom Tennis, aber vieles lässt sich auch im Tischtennis umsetzen.

Winning Ugly
https://www.amazon.de/Winning-Ugly-Ment ... 3924245592

Inner Game of Tennis
Tennis - Das innere Spiel: Durch entspannte Konzentration zur Bestleistung
https://www.amazon.de/Tennis-innere-ent ... JY0S0JCJVV
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Otter1978

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Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 10:20

Cogito hat geschrieben:Wie lange übst du denn im Training etwas ein ? Und wieviele Techniken sind es ?
Einen Satz lang. Das läuft in etwa so ab. Trainingspartner (Gegner) ist Rechtshänder. Ich (auch Rechtshänder) mache einen Vorhandaufschlag kurz in die VH des Gegners. Danach zwei lange Schupfbälle in die RH, einen lang in die VH. Egal was mein Trainingspartner macht. Danach frei. Diesen Plan lege ich je nach Gegner für mich fest. Wenn ich mit jemandem spiele, der auf den ersten Ball sofort drauf geht (nicht unüblich bei Spielern bis zu 2050 TTR), lege ich für mich eine Übung fest, die eher das Abwehrspiel, als das Schupfspiel im Fokus hat. Aber auch dann soll der erste Schupfball entsprechend gut platziert und spinnig sein.

Wenn es noch nicht lange genug ist, dann musst du einfach warten, bist du automatisch das Eingeübte ins Spiel übernimmst.
Ich denke, eine Übung einen Satz lang, sollte in etwa passen. Sollte es ein sehr kurzer Satz gewesen sein (11:4 z.B.), wiederhole ich das Ganze in einem weiteren Satz.

Wenn es zuviel verschiedene Trainingsziele sind, dann solltest du dir nur eins oder zwei vornehmen und erst dann weitere, wenn du merkst das die Übernahme geklappt hat.
Das eigentliche Ziel ist momentan nur Sicherheit und Platzierung. Ich trainiere keine Techniken derzeit. Mir kommt es nur darauf an, daß ich den Ball möglichst oft und platziert auf den Tisch bringe. Ich habe z.B. einen Trainingspartner (TTR ~1700), der ein sehr guter Block- und Schußspieler ist. Bei dem übe ich, nur mitzuspielen. Da greife ich selbst nur an, wenn der Ball mal besonders hoch steht. Ansonsten nur Platzierung und Sicherheit, gepaart mit sehr viel Geduld (habe ich normalerweise nicht).

An sich ist dein Ansatz richtig.

p.s. ich habe das gerade auch versucht, aber gemerkt, dass mir dabei der Spaß am Spiel vor lauter Lernen abhanden kommt und es daher aufgegeben. Lieber mit Spaß :cheers: am Spiel unten 'rumgurken als :banghead: verbiestern.Ich habe sehr viel Spaß daran und bin auch mit vollem Einsatz dabei. Aber eben nur im Training. Im Einzelwettkampf ist alles irgendwie weg.
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Otter1978

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Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 10:24

hebel_st hat geschrieben:Geh nicht so verbissen ins Spiel.
Es ist halt mit der Zeit frustrierend, wenn die Mannschaft 9:1 oder 9:2 gewinnt und ich immer mein Einzel verliere. Ich habe dann immer das Gefühl, nichts beigetragen zu haben.

Kleiner Tipp: Kennst du autogenes Training? Bei mir funktioniert das echt gut.
Nein. Der Begriff sagt mir gar nichts. Kannst du das mal näher beschreiben?
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hebel_st

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Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 10:31

Autogenes Training ist selbst Suggestion. Am besten guck dir den Artikel auf Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training mal an.

Man kann mit Atemübungen und selbsterstellten Mantras geistige Blockaden lösen. Es kann dir dabei helfen, deinen Herzschlag zu senken und wenn man so bewusst an eine Sache rangeht, dann hilft es auch die Konzentration oben zu halten.
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Otter1978

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Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 10:39

hebel_st hat geschrieben:Autogenes Training ist selbst Suggestion. Am besten guck dir den Artikel auf Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training mal an.

Man kann mit Atemübungen und selbsterstellten Mantras geistige Blockaden lösen. Es kann dir dabei helfen, deinen Herzschlag zu senken und wenn man so bewusst an eine Sache rangeht, dann hilft es auch die Konzentration oben zu halten.


Das liest sich interessant. Ich werde mir die Sache mit dem autogenen Training mal etwas genauer anschauen.
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Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 12:05

Ein Satz ist viel zu wenig für Sicherheit und Kontrolle. Ich meine mal gehört zu haben, dass man ca. 10000 Wiederholungen einer Bewegung braucht bis sie "sitzt". (Ich weiß leider nicht mehr über welchen Zeitraum). Da wirst du mit einzelnen Sätzen ewig brauchen. Was du momentan eher machst ist das Gegenteil. Spielzug A ein bisschen trainieren, Spielzug B ein bisschen usw. Wenn es eng wird, wird dein Kopf vollkommen überfordert sein zwischen den vielen Mustern, die du trainierst.

Für den Anfang: Einfach spielen.
1. Was spielst du denn für ein System? Rückhand Abwehr, Vorhand Angriff? Überlege dir, welche Grundschläge du machst, und versuche im Training diese konsequent umzusetzen. Gerade als Abwehrspieler sollten die Leute doch gerne auf deine Abwehr ziehen wollen. Zumindest bei uns in der Gegend ist das oft das einzige Systemtraining, was die meisten machen. Da kannst du dann ja um konkrete Platzierungen bitten.

2. Aufschlagtraining: Ich habe immer Selbstvertrauen, wenn ich weiß, dass meine Aufschläge gut sind. Ich weiß, dass Aufschlagtraining nervt, aber letztlich sorgt es dafür, dass du selbst bei engen Spielständen dem Gegner noch die Punkte aus dem Ärmel leiern kannst.

3. Versuche dir Routinen zuzulegen. Bei den Profis ist die Handtuchpause die am einfachsten zu bemerkende. Um runterzukommen, kannst du im Training anfangen vor jedem Aufschlag drei mal den Ball auf den Boden zu prellen. Schauen wo der Gegner steht. Bauchatmung zur Beruhigung und dann kann man mit dem Aufschlag anfangen.

Das von hebel hört sich auch interessant an. Winning ugly kann ich auch empfehlen. Vieles ist aufs Tischtennis übertragbar und es ist gut geschrieben.
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Re: Mentales Problem

BeitragMo 7. Nov 2016, 13:24

Deserteurs Ausführungen ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Du hast ja auch ein Händchen ! Vielleicht noch etwas an der Fitness arbeiten oder zumindest die 70 cm Currywurst nach dem Training weglassen..... dann wird das schon :-).
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