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Cogitos Bastelbude

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Cogito

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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragFr 30. Aug 2019, 11:45

#0L6 hat geschrieben:... Spielst Du rote OX Noppen direkt auf den Bubinga Furnieren oder hast Du diese dann auch (einseitig) mit weißer Farbe verschandelt? ...


Da das Bubinga recht homogen und feinmaserig ist, kann man OX in rot direkt darauf spielen. Da ist kein Grund zur Beschwerde gegeben. Sicherheitshalber habe ich auch immer eine ausgedruckte Farbtabelle dabei.
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#0L6

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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragFr 30. Aug 2019, 13:39

Sehr gut, dann mach ich das auch so und wenn doch einer meckert, verweise ich auf Dich und sag einfach:
„Der Erschaffer dieses feinen Holzes macht das auch so und der hat sogar ne Farbtabelle dabei!“ :D
Danke, liebe Grüße und schönes Wochenende :cheers:
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Cogitos Sägemeister - Palio The Way soft - TM ox
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Cogito

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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragSo 8. Sep 2019, 11:27

Code247

Aufbau
0,6 mm Kirsche – 1KC -1 mm Balsa – CV -1 mm Balsa – CV – 1 mm Balsa (q) – CV – 1 mm Balsa – CV – 1 mm Balsa – 1KC – 0,6 mm Bambus (kar.)

Maße
GB 167x156 mm, Griff 103 x 28 x 23 mm, Dicke 5,8 mm
Eigenfrequenz 1480 Hz
Gewicht 84 g

Tja und wo sind die Bilder ? Jibbet nich' :mrgreen: . Da der Fräser bei der spröden Kirsche unschöne Ausrisse im Deckfurnier erzeugt hat. Ich wollte es schon weiter kleiner fräsen auf SB, habe mich aber glücklicherweise doch zu einem Test entschlossen.

Und siehe da, die Sonne ging auf :geil: .

Auf der VH reumütig zu NI (=> Globe 999 T 1,5mm) zurückgekehrt und auf der RH TM/OX. Als Erstes fiel mir das geschmeidige Spielgefühl auf. Keine Spur von Härte. Schön lange Verweilzeit am Schläger. Das kannte ich so nur von den Darker Hinoki Hölzern. VH mit viel Effet, RH mit sehr flachem Ballabsprung. Diesbezüglich möchte ich Peter Freundlieb (=> TT-Piet) als Referenz anführen, dessen Furnierbeschreibung diese Eigenschaft der Kirsche extra auswies und mich zu diesem Einsatz veranlasste. Alles ging superkontrolliert vonstatten.

Es war einer der seltenen Fälle, bei denen mir das neue Material auf Anhieb extrem viel Spaß gemacht. Wenn ich jetzt noch Siege gegen X, Y und Z, gegen die ich sonst immer verliere anführen könnte, wäre die Welt perfekt. Fand aber nicht statt. Lediglich die Ballwechsel waren deutlich länger, was vielleicht auch zur gesteigerten Spielfreude beitrug.

Auf jeden Fall bietet sich jetzt wieder die Gründung einer neuen Holzfamilie an - der Carbon-Balsa-Carbon Stapel. In diesem Fall waren es 5 Balsaschichten, gegeneinander durch Carbonvlies getrennt und zu den Außenfurnieren mit 1K Carbongewebe versehen. Das viele Carbon nimmt in Verbindung mit dem notwendigen Epoxyharz zwar Einiges vom Gewichtsvorteil des Balsa wieder weg; das Holz fällt aber dennoch relativ leicht aus: 84g davon 21 g für die Griffschale. Damit wird die bei GB übliche Kopflastigkeit deutlich gemindert, was die Eignung für tischnahes Krökeln erhöht. Zugleich verleiht das viele Carbon/Epoxy dem Holz viel Steifigkeit und unterbindet Balsa-Flummi.


Code 249

( Zunächst die Antwort auf die vielleicht kommende Frage nach Code 248: das war dergleiche Aufbau wie Code 247 nur mit zwei Bubinga Außenfurnieren. Das Spielgefühl war leider etwas kachelig und insgesamt alles deutlich unkontrollierter. )


Aufbau
0,6 mm Kirsche – 1KC -1 mm Balsa – CV -1 mm Balsa – 1 mm Balsa – CV – 1 mm Balsa – 1KC – 1mm Sitka

Maße
GB 167x156 mm, Griff 103 x 28 x 23 mm, Dicke 6 mm
Eigenfrequenz 1364 Hz
Gewicht 78 g

249V.jpg


249R.jpg


249G.jpg


249S.jpg


Test steht noch aus. Aber schon jetzt fällt beim Dotzen auf, dass das nicht so weich ist wie das 247. Das kann nicht nur an dem fehlenden 1 mm Balsa liegen. Auch das 248 war ja härter. Ich nehme an, dass ganz dafür ganz entscheidend die Menge des Epoxy ist.

Weiter irritieren mich die Dicken der verschiedenen Modelle:
- 247 hat 5,8 mm, obwohl allein schon die Dicke der einzelnen Blätter in Summe 6,2 mm ergeben sollte und dazu noch ca. 0,1 mm für jede der beiden 1K Carbon Schichten (=> das CV ist vernachlässigbar dünn).
- 248 hat 6,2 mm, was mit der Summe der Einzeldicken übereinstimmt
- 249 hat 6 mm, obwohl die Summe der Einzelschichten nur 5,7 mm ergibt
:?: :dontknow:

Ein kritischer Parameter dürfte der Pressdruck sein, den ich mit ca. 1,5 - 1,7 To (=> auf 28x17 cm) halte. Balsa ist ja mechanisch sehr labil und als Naturprodukt auch heterogen. Vielleicht kommt es zu Kompressionen des Balsagewebes ?

Code 250

Daher gleich nochmal nachgelegt:

Aufbau
0,6 mm Kirsche - 1KC - 1 mm Balsa - 1 mm Balsa - 2 mm Abachi - 1 mm Balsa - 1 mm Balsa - 1KC - Bambus (kar.)

Maße
GB 167x156 mm, Griff 103 x 28 x 23 mm, Dicke 7 mm
Gewicht 84 g
Eigenfrequenz 1440 Hz

250VH.jpg


250RH.jpg


Also kein Carbon im Kern sondern mit durchschlagsfestem Leim. Niedriger Pressdruck. Das ergibt zumindest im Dotztest das gleiche geschmeidige Gefühl wie bei 247.

Letzteres hat sich gestern im ersten Punktspiel bewährt und stellt somit auf jeden Fall schon eine Alternative für die Saison. Die anderen beiden Kandidaten muss ich mir heute noch anschauen.
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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragMo 16. Sep 2019, 11:57

Code 250 ergab ein sehr schönes Spielgefühl. Leider war es mir zu kopflastig. Dies trotz der nur 84 g. Aber ich hatte keinen passenden Globe 999 T mehr, so dass ich einen im SB-Format so aufgeklebt hatte, dass der mit der Blattspitze bündig war und unten halt 1 cm am Griff frei blieb. War sicher nicht so ganz glücklich, was die Balance anging.
Das 249 spielte sich auf Anhieb sehr gut, war aber direkter und natürlich langsamer als das 247. Erstmal beiseite gelgt, da ich momentan voll auf dieses geschmeidige Gefühl des 247 abfahre :geil: .

Code 251

und weiter im Text :mrgreen:

Aufbau
0,6 mm Bambus (kar.) – 1KC - 5x 1 Bal (l,q,l,q,l) – 1KC 0,6 mm Kirsche
also wie 247 nur halt ohne CV und mit Leim statt Epoxy im Balsastapel

Maße
GB 167x156 mm, Griff 103x28x23 mm, Blattdicke 6 mm
Gewicht 72 g
Eigenfrequenz 1265 Hz

Bilder schenke ich mir, da ja gleiche Größe und Deckfurniere wie die anderen GB der Serie.

Interessant, dass durch Ersatz der CV/Epoxy Fugen durch reine Leimfugen das Tempo deutlich 'runterging: -200 Hz bei der Eigenfrequenz. Das bedeutet, dass man bei dem Bauprinzip das Tempo nicht nur durch Anzahl der Schichten im Kernstapel variieren kann sondern auch durch den Anteil CV/Epoxy. Theoretisch sollte es möglich sein, zwei Typen mit gleichem Tempo aber unterschiedlicher Steifigkeit und Härte zu bauen. Ein Holz mit mehr Schichten aber weniger CV/Epoxy und das andere mit weniger Schichten und mehr CV/Epoxy.

Erster Eindruck
Zunächst :geil: . Vor allem die VH (Globe 999T 1,5 mm) kam wie an der Schnur gezogen, ohne dass ich da groß drauf achten musste quasi von selber. Immer mal wieder das 247 zur Hand genommen, dass mir auf einmal richtig schwer vorkam. Damit musste ich mehr ackern. Die Ernüchterung kam im letzten Spiel gegen einen -200 schwächeren Newbie, den ich bisher immer durch die Halle gekegelt hatte. Ich lag völlig zurecht 0:2 hinten. Flugs auf das 247 gewechselt und noch 3:2 gewonnen.
Mein Fazit: das 251 spielt sich wohlgefälliger, aber erst das 247 liefert den notwendigen Biss.
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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragDi 17. Sep 2019, 14:21

Code 252

und ein weiteres Experiment

Aufbau
0,6 mm Bambus - 1KC - 1 mm Balsa - 1 mm Balsa - CV - 1 mm Balsa - 1 mm Balsa - CV - 1 mm Balsa - 1 mm Balsa - 1KC - 0,6 mm Kirsche

Maße
GB 167x156 mm, Griff 103x25,5x26 mm, Blattdicke 7,2 mm
Gewicht 78 g
Eigenfrequenz 1640 Hz

also eine Ableitung vom 250 (4x 1mm Balsa + 2 mm Abachi) mit (6x 1mm Balsa + 2 CV Verklebungen) oder vom 247 (5 x 1mm Balsa + 4 CV Verklebungen). Eigentlich keine drastische Änderung entweder gleiche Kerndicke mit a bisserl CV statt des Abachi bzw. 1 mm Balsa mehr und 2 CV weniger. Daher bin ich jetzt doch etwas erstaunt über die drastische Tempozunahme: von 1440 bzw. 1480 Hz auf 1640 Hz :horror: also von Off- /Offhin zu Off/Off+. Das dürfte mich überfordern :yesbad: .

p.s. so ist. Der Angriff mit den LN ist ein Traum, aber ich schaffe es nicht, damit kurz abzulegen und zu oft springen mir Angriffsbälle des Gegners zu weit oder vollständig hinten 'raus. Schade.
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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragMi 18. Sep 2019, 15:09

Also 6 Schichten sind wohl zu schnell, 4 Schichten zu langsam, daher 5 Schichten:
247 mit Kern B - CV - B - CV - B (q) - CV - B - CV - B

Varianten mit -2 CV:
B - B - CV - B (q) - CV - B - B
und
B - CV - B - B (q) - B - CV - B

Warum überhaupt noch Varianten mit -2 CV ? Für eine Variante mit etwas weniger Tempo. Auf der VH kann ich ja mit dem Belag locker aufrüsten und der RH sollte etwas weniger Tempo eher gut tun. Zielkorridor ca. 1350 Hz.

Die erste Variante macht den Kern etwas härter, steifer und sorgt für mehr Balsagefühl außen. Die zweite Variante ist außen "carboniger" und im Kern weicher.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das 247 letztlich die beste Variante ist. Aber dann habe ich das wenigstens verifiziert.

p.s. aber nur, was den Kern betrifft. Dann kommen die Außenfurnier dran. :mrgreen: : statt Kirsche (Buche, Amaranth, Eukalyptus …) statt Bambus (Sitka, Oregon Pine, Padouk … ).
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Re: Cogitos Bastelbude

BeitragFr 20. Sep 2019, 10:42

Weitere Kern-Experimente gestoppt: gestern benötigte ich noch einen Ersatzschläger. Da ich nur 1 TM in GB Format hatte, musste dieser SB sein. Auf die 3ply mit Fichtenkern wollte ich nicht zurück, da das Spielgefühl deutlich anders ist als beim Balsastapel. Also habe ich das 249 genommen, was ich mal kurz getestet hatte (=> sehr gefällig, aber nicht so giftig wie das 247), und habe es auf SB verkleinert.

Erste Überraschung: nur 3 g leichter. Nach meinen Berechnungen mit den Schablonen fürs Fräsen hätten es 12% vom Blattgewicht (=> 78 g Holz - 26 g Schalen = 52 g) sein müssen also rund 6 g :dontknow: .
Zweite Überraschung: die Eigenfrequenz stieg von 1364 Hz auf 1462 Hz.
Dritte Überraschung: trotz des Verbandsspiels konnte ich gestern der Versuchung nicht widerstehen, mal 5 Minuten mit dem Teil zu kleppern, und hatte den Eindruck, dass die RH jetzt deutlich an Qualität gewonnen hat. Die VH war vorher schon sehr gut.

Sollte sich das bestätigen, dann ist fast schon "amtlich", dass für mein Spiel mit dem TM wohl ca. 1450 Hz Tempo die untere Grenze für effektives LN-Krökeln ist. Langsamere Kerne machen da keinen Sinn. Es sei denn mit dickeren und dadurch schnelleren Außenfurnieren, was aber nur mit weicheren Hölzern wie z.B. Fichte oder OP geht.

Auch wirft das die Frage auf, ob nicht das 247 als SB nochmal an Effektivität zulegen würde. Selbstverständlich werde ich das vorhandene Holz nicht verkleinern, sondern mir ein neues als SB bauen. Ja, ja ist das schön, an der Quelle zu sitzen :mrgreen:.
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