Aktuelle Zeit: Do 30. Mai 2024, 18:39


Victas VS > 401

  • Autor
  • Nachricht
Offline
Benutzeravatar

Variatio_Admin

Administrator

  • Beiträge: 341
  • Reputation: 9

Victas VS > 401

BeitragMo 12. Aug 2013, 11:28

viewtopic.php?f=17&t=881&p=13324#p13289

spinshot hat geschrieben:Na dann mal meine Eindrücke zum Victas VS>401(VS). Schon das erste Spielen war für mich eindrucksvoll, denn ich konnte wieder Bälle spielen, die mir letztmalig mit einem nassgeklebten Speedy Spin premium gelungen sind. Auf der anderen Seite eine Menge leichter Fehler, die sich aus den allgemein doch eher abweichenden Eigenschaften ergeben.
Was ich als allgemein bezeichne, sind Vergleichsbeläge, wie der P7, Acuda S1, Rakza 7 und Baracuda - jeweils in 1,8mm. Ich bin wegen meiner beiden gesetzten, dicken RI Balsa OFF(+) Hölzer ein Dünnbelagsspieler, trotzdem tempo- und noch mehr spinorientiert.
Die Vergleichsbeläge haben alle einen Schwamm von 47,5° und ein weicheres OG. Das OG des S1 ist weniger weich.
Trotz der vielen leichten Fehler und anfänglich geradezu unbrauchbarem Schuss, war das bezüglich des Erfolgs schon Oberkante dessen, was ich mit den anderen Belägen spielte. Es war sofort klar, dass sich die erforderlichen Umstellungen/Umgewöhnungen lohnen könnten

Der Belag hätte sich für mich in seiner Beschreibung als Def/All erst einmal nicht so angeboten, aber die 1,5mm, weiches, griffiges Obergummi, harter Schwamm, deutsch-japanisch und irgendeine Tensiontechnologie machten ihn interessant.

- Mein Spiel
RH OX-Noppe zum besseren Ball halten und offensiver Tendenz. VH-lastig, d.h. die VH bestimmt mein Spiel. Ich bin kein Händchenspieler und nutze jede Gelegenheit zum schnellen TS/Schlagspin auf direkten Punkt. Anderes spiele ich auch, damit käme ich aber nie auf einen grünen Zweig. Gegenziehen spiele ich, aber seltenst eine Rallye, ich bevorzuge kurze Ballwechsel mit ausgeprägtem Tempowechsel. Wichtig ist noch der VH-Block(/Konter) in der Variabilität eine Stärke. Des weiteren ist sowohl Aufschlag als auch Rückschlag für mich wichtig. Insgesamt ein tischnahes aggressives Spiel. Die LN erlaubt mir ausnahmsweise Ausflüge in die Abwehr, das ist durchaus tauglich, passt aber nicht ins Spiel. VH Halbdistanz nach vorne geht noch, aber auch noch passiv hat mal gar keinen Nährwert.

VIctas VS>401, schwarz, 1,5mm, auf einem Krenzer spezial MA1

- Spielgefühl
Trotz des 50° Schwammes (ein Anruf genügte ;) ) spielt der VS sich weicher als die Vergleichsbeläge. Die 50° decken sich aber auch mit meinem Eindruck von Schwamm und Obergummi. Letzteres ist vergleichsweise weicher. Eine Kombination die mir schon immer gelegen hat, wobei das OG auch nicht zu weich sein darf.

- Tempo/Katapult
mehr als ALL würde ich dem Belag nicht zugestehen. Erfreulicherweise hat er aufgrund der Tensiontechnologie eine vergleichsweise höhere, mir noch ausreichende Endgeschwindigkeit. Den Katapult würde ich als mäßig, später deutlicher einsetzend bezeichnen. Geringer als die Vergleichsbeläge.

- Effet
Da fange ich an zu schwärmen! Was sowohl in US als auch Spin möglich ist, übertrifft die Vergleichsbeläge, vorsichtig ausgedrückt, merkbar!

- Ballabsprung
darunter verstehe ich, wie hoch ein Ball beim TS aus dem Belag springt. Von den Vergleichsbelägen hat der Baracuda den höchsten, der des VS ist mind. so. Eigentlich weiß ich nur einen Belag mit höherem, das ist der T05. Ein T64 ist flacher. Wenn ich den des VS als zwischen den beiden Tenergys bezeichne, passt das ganz gut.

- Topspin
sehr variabel spielbar! Da ich eher auf direkten Punktgewinn spiele, spiele ich weichere TS nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Trotzdem bemerkenswert werden lockere, mit längerer Bewegung gespielte TS vom Gegner anfänglich sogar erheblich über die Platte geblockt. Schnelle Spins haben einen ausgeprägten Spinbogen. In Verbindung mit dem hohen Ballabsprung lassen sich auch Bälle unter Tischniveau volllast angreifen. Das Ergebnis sind schnelle Spins mit deutlich überdurchschnittlichem Spin. Leute, die den in der Halbdistanz fangen wollen, dürfen sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Flugkurve kürzer als angenommen ist. Im Vergleich zu den anderen Belägen generiert der VS bei meiner Technik einen Schweinespin!
Gegentopspin muss gut sein, denn wenn ich den spielen kann, dann ist das ein geeigneter Belag. Kann ich aber noch nicht abschließend beurteilen.

- Topspin auf Unterschnitt
Auch da bietet der Belag viel mehr Möglichkeiten als die Vergleichsbeläge. Mit denen ist es mir allesamt eine grenzwertige, spielerisch limitierende Geschichte. Früher gab es kaum den US den ich nicht hart ziehen konnte. Abwehrspieler, auch relativ stärker, waren mir ein japanisches Kirschblütenfest. ;) Ein Kollege im Verein war mit seinem harten US für mich nach dem FK-Verbot nicht mehr schlagbar. Das steht noch aus. Sollte ich seinen US ziehen können, erreiche ich wieder alte Spielstärke.

- Schlagspin
geht aufgrund des etwas geringeren Tempos und höheren Spins deutlich sicherer als mit den Vergleichsbelägen. In der Wirkung sind die nicht ganz dran, da kann eher was zurück kommen. Wie das auf Spieler >1800 TTR wirkt, steht noch aus. Ich muss insgesamt noch mehr Sicherheit bekommen.

- Schuss
anfänglich höchst ernüchternd! Schon lange nicht mehr so schlecht geschossen. Ist eh nicht meine Stärke, war aber mit den neuen ESN-Tensoren allesamt kein Thema. Mit der Zeit ist es mit dem VS besser geworden, aber ein Schussbelag ist es definitiv nicht.

- Block
da fielen mir vor allem anfangs die passiven Blocks wegen des dann deutlich geringeren Tempos ins Netz. Allgemein hat der Belag bei geraden Bällen die Neigung zu fallen. Möglicherweise ist das der Grund warum manche von einem flachen Ballabsprung schreiben. Das macht den größten Teil notwendiger Umstellung aus. Es hat aber zwei Seiten, die fallen nicht nur mir runter, dem Gegner vergleichsweise auch. Ein netter, wenn auch nicht gravierender Bonus. Blocks auf harte Bälle zeitigen einen stabil flachen Ballabsprung, hat man sich daran gewöhnt, ist der sicher. Bei langsamen, spinnigen Bällen kommt das griffige, weiche OG zum Tragen und wird spinanfällig. Mit einem geschlossenen Blatt, das Tempo herausnehmend, lassen sich darauf kurze, relativ leere Blocks spielen, die viele Spinspieler überhaupt nicht mögen.

- Konter
lässt sich nach Eingewöhnung sicher und tempovariabel spielen. Mit Spin nach vorne werden sie ausreichend schnell.

- Aufschlag
Ein Traum! Das mögliche geringe Tempo und die Spinfähigkeit ermöglichten mir sofort bessere Aufschläge! Der mögliche hohe Effet erhöht die Spanne zwischen Aufschlägen mit dem VS und den längen-/tempovariablen "Runterfallern" mit der Noppe.

- Rückschlag
Früher konnte ich jeden Aufschlag, der über die Platte hinaus fiel, so ich denn mit der VH dran kam, relativ sicher hart und mit Spin angreifen. Da sind die Vergleichsbeläge allesamt erheblich(!) schwächer und der VS bringt soweit alles mit was ich für den aggressiven Rückschlag brauche. Spinunempfindlichkeit bei hart gespielten Bällen, einen ausreichend hohen Ballabsprung und Spinbogen. Das war etwas, was mich seinerzeit nachhaltig Spielstärke gekostet hatte, denn ansonsten bin ich nicht so der Held bei der VH-Annahme längerer Aufschläge. Sind die Aufschläge zu kurz zum Angreifen, kann ich sie mit der LN gut angehen. Da kann ich mit dem VS schon schöne Bälle spielen, ich hoffe nur, dass da noch die Konstanze dazu kommt.


Der Rückschlag und der harte US sind meine persönlich zu lösenden Knackpunkte, trotzdem sollte sich jeder angesichts der üblichen und bekannten Vergleichsbeläge die für ihn interessanten Informationen raus ziehen können. Es ist ein interessanter, speziellerer Belag. Sollte ich was vergessen haben, einfach nachfragen.
Gewicht z.B., mir ist der Wechsel von einem Baracuda 1,8mm auf den VS>401 1,5mm selbst bei einem RI Mittelblatt nicht aufgefallen. Was mich schon wundert, denn Gewichtszunahmen machen sich bei mir anfänglich immer in einem Timingproblem bemerkbar. Das hatte ich nicht. Sorry, habe was vergessen, hatte spaßeshalber einen Baracuda max. gespielt und bin also von dem auf den VS>401 1,5 mm gewechselt. Spinmäßig kommt da bei dem VS trotzdem eindeutig mehr rum.
Was vielleicht noch der Erwähnung wert ist, die Vergleichsbeläge sind mitunter mit einem dem Falco entsprechenden Booster, respektive Dianchi Booster mehr oder weniger schwammgetuned, bzw. auch das OG mit einem Grillanzünder moderat/pflegend behandelt. Beim VS hatte ich noch keinen Bedarf, weil mir primär der Spin das Problem ist und da hilft das Boosten nur begrenzt. Das Nasskleben hatte erheblichen Effekt auf das OG, das wurde weich bis zur Orangenhaut, kaum mit dem normalen FK zu vergleichen und das Verbot hat mir ziemlich weh getan. Ich will den erst mal so spielen, tempomäßig ist da aber auf jeden Fall noch was drin.
Veränderungen konnte ich noch keine feststellen - und ich bin da ziemlich empfindlich! Ein P7 ist anfänglich für mich ein Traum, dann wird der immer katapultiger, direkter und ich könnte flennen! Allerdings muss ich Veränderungen beim VS wegen des zusätzlichen Umstellungsprozesses auch nicht unbedingt bemerken. Jedenfalls kann ich den bis jetzt, d.h. nach 5 Wochen, immer noch sehr gut spielen.

Have fun!
Foren-Admin from Hell
Offline
Benutzeravatar

Variatio_Admin

Administrator

  • Beiträge: 341
  • Reputation: 9

Re: Victas VS > 401

BeitragDo 15. Aug 2013, 08:54

viewtopic.php?f=17&t=881&start=80#p13457

Andy hat geschrieben:Ok, das erste Training ist beendet.
Zuerst muss ich sagen, dass das allgemeine Spielgefühl recht ähnlich zum Apollo1 ist. Vorteil für mich, die Umstellung würde nicht allzu groß werden.

2.0mm auf einem härteren Carbonholz im Vergleich zum Apollo:

Härte: Der Ball scheint tiefer einzudringen, vermittelt ein weicheres Gefühl als das eines Apollos (1.9 vs 2.0mm)
Sehr angenehm.

US: Definitiv weniger als ein Apollo, zumindest bei meiner Technik. Ob das für mich ausreichen wird, wird sich in den nächsten Trainings raustellen. Da liegt mein Hauptaugenmerk drauf, da mein Spiel darauf aufbaut. Schwache Spieler retounierten öfter ins Netz, aber 2 starken Spielern hat der US nichts ausgemacht. Ich muss noch beobachten, wie sicher sie meinen US mit einem TS angreifen können, dafür wars heute zu kurz. Der Apollo zwingt viele TS-Spieler schon US mitzuspielen, da der Schnitt so heftig ist. Mal sehen was da geht.

Block: Blocks gerieten bei spinnigen TS etwas zu lang, muss verinnerlichen, das Blatt mehr zu schliessen. Es ist nur eine Nuance, die sich mit Training verbessern lassen wird. Dabei etwas höheres Tempo als ein Apollo, wohl bedingt durch die Dynamik. Der Katapult ist aber nicht wirklich stark ausgeprägt, alles im Rahmen. So hab ichs noch gern. Gegen weniger spinnige TS, keine Probleme, kann schön das Tempo hochhalten :)

Schuss: Anfangs leichte Umstellungsprobleme, einige Bälle landeten im Netz. Man muss den Schuss auf jeden Fall durchziehen (lange, führende Bewegung). Hab risikoreich gespielt, um zu gucken was geht. Am Ende des Trainings doch schon sehr gute Quote. Endgeschwindigkeit beim Durchrohren ist dabei auf Apollo-niveau. Ich hatte noch etwas Probleme bei hohen Bällen, da ich dann nicht richtig führen kann. Fürs erste Training bin ich aber sehr zufrieden, ich denke, dass es doch ein guter Schussbelag ist, vermutlich besser als der Apollo.

TS: Auf der RH nicht mein Schlag, nutze ich nur um ins offnene Spiel zu kommen, lege dabei auch keinen Wert auf Spinnigkeit, da ich den Retourn sehr oft mit einem Block beantworte. TS-Ralleys gibts bei mir nicht :)
Etwas gefühlvoller (auch sicherer) als mit dem Apollo, der schon eine kleine Diva ist.

Ballabsprung: etwas höher als der Apollo.

Alles in Allem hat er mich schonmal überzeugt, um weiter damit zu trainieren, obwohl die Vorbereitung (zu) kurz ist.

Vorteil: er ist im offenen Spiel berechenbarer, teilweise kontrollierter als ein Apollo (kurz-kurz ist der Apollo meine Referenz) und bietet durch die etwas höhere Dynamik die Möglichkeit, das Spiel schneller zu machen.
Nachteil: Verlust an Spin, wie heftig, muss ich noch ausloten.

Freitag, Dienstag noch Training und Mittwoch dann das erste Spiel. Wenn wir Freitag da anknüpfen, wo wir heute aufgehört haben, wäre es eine Option für den Saisonstart...

Edith: Hab am Ende nochmal den alten Schläger genommen und festgestellt, dass meine VH-Noppe mit dem Victas kontrollierter ist und auch einen etwas anderen Absprung hat. Entweder hat die Art der Verklebung Einfluss (VOC vs nonVOC) oder der RH-Belag liefert einen Teil. Kann mir da ein Testjunky weiterhelfen?
Foren-Admin from Hell

Zurück zu Noppen-Innen-Beläge

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron