Lusor hat das schon gut zusammengefasst, hier noch meine Anmerkungen:
1. Du musst schnell sein.
Der Weg von hinten nach vorne ist lang, deshalb ist es für moderne Abwehr allseits von Vorteil, schnell auf den Beinen zu sein. Vielleicht ist kein taktisches sondern ein Schnelligkeitsproblem?

2. Gute Ablagen schupfen, schlechte Ablagen ziehen.
Wie Lusor schon sagt kannst du nicht alles anziehen. Es bleibt dir oft nichts anderes übrig, als gute Ablagen zurück zu schupfen. Dann am besten mit NI, in die Ecken oder Mitte mit kräftig US, damit der Gegner weich ziehen muss.
Die schlechten Ablagen erzwingst du zwangsweise durch Platzierung deiner Abwehr nahe der Grundlinie des Gegners mit viel US. So einen Ball legen die dir wenigstens verlässlich kurz. Solltest du also schnell genug vorne sein, besteht hier meist die Möglichkeit zum TS. Was machst du auf Ablagen in die weite RH? Umlaufen und VH ziehen? Drehen und RH ziehen?
3. Antizipation erleichtert vieles.
Wichtig ist auch, vorher zu erahnen, was der Gegner vorhat. Hast du ne Bombe rausgesägt hinten und ahnst schon, dass der Gegner dir den nicht nachzieht, ab nach vorne. Sowas kristallisiert sich im Match schnell heraus, welche Bälle der Gegner ziehen kann und welche nicht. Kommt natürlich auf das Können des Gegners und die Qualität deiner Abwehr an.
Dazu immer darauf achten, was der Gegner macht. Ablage oder TS kann man oft schon im Ansatz erkennen, dann entsprechend reagieren.
Zur Bewegung Richtung Mitte finde ich, dass dies Situationsabhängig sehe. Wehre ich diagonal in die Ecke des Gegners ab, wird der nächste Ball mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder diagonal kommen. Folglich bleibe ich diagonal stehen und orientiere mich vielleicht minimal zur Mitte. Mit Einschränkung, dass die Abwehr auch gut kommt. Ist sie schnittlos, hoch o.ä. kann es natürlich überall einschlagen. Das Winkelspiel ist für Abwehrer sehr wichtig. Anders sieht es natürlich bei Bällen in die Mitte aus. Die können meist in beide Richtungen kommen, haben dafür einfachere Winkel für den Abwehrer. Auch hier merkt man meist schnell im Match, wo der Gegner lieber hin platziert. Mag er parallele TS sieht es natürlich etwas anders aus.