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Schnauze voll !!!!!!!!!!!

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Cogito

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Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDi 30. Jan 2018, 18:02

und zwar restlos :motz: .

Ich will, dass auf meinem Kack Samsung Galaxy mit seinem beschissenen Android genau das auf dem Display erscheint, was ich eintippe und keine dieser saudämlichen Korrekturen !

Da das mit WhatsApp auf dem PC klappt, nehme ich mal an, dass dieser Bockmist Galaxy/Android - spezifisch ist. Ich habe schon alle Menüpunkte und Unterpunkte in "Einstellungen" durchforstet, ohne irgendwo den ersehnten Button "Rechtschreibkorrektur an/aus" zu finden.

Schluchz :cry: .
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Whizzkid

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDi 30. Jan 2018, 18:10

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Ganz einfach!
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Cogito

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDi 30. Jan 2018, 20:26

Danke.
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0x556c69

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDi 30. Jan 2018, 20:55

Hihi, Cogito ist ein wahrer Manager. Seine Suchfunktion bei PC-Problemen ist ein Thread hier in PMB. Das ist etwa vergleichbar mit einem Manager, der bei seiner Sekretärin anruft mit "Fräulein Schneider, rufen Sie doch mal beim Einkauf an..." (Die Geschlechterverteilung im Beispiel ist übrigens bewusst, Manager sind schließlich meistens Männer und haben selbstverständlich ein hübsches blondes Ding im Vorzimmer sitzen).

Andererseits funktioniert das System scheinbar sowohl bei Cogitos Fragen als auch beim Manager, und wer ändert schon gerne etwas an so einem Zustand...

Habe mir den Spaß gemacht, folgende Wörter in meinem Browser einzutippen: "android autokorrektur vervollständigung ausschalten"

Google-Suche antwortet mir daraufhin:
Ungefähr 603 Ergebnisse (0,36 Sekunden)
Und dann kommen jede Menge Links, der erste in einem Kästchen, in dem schon die Antwort einigermaßen detailliert enthalten ist (de.ccm.net/faq/2290-android-autokorrektur-deaktivieren).

"Ungefähr" finde ich übrigens toll, Unschärfe muss man wohl auch in der digitalen Welt akzeptieren. Da fühle ich mich als Physiker wohl :clap:.
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Whizzkid

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDi 30. Jan 2018, 23:40

Man kann auch in den Android-Einstellungen suchen. Einfach die Lupe rechts oben drücken und z. B. "Tastatur" eingeben.
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Cogito

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragMi 31. Jan 2018, 11:33

0x556c69 hat geschrieben:Hihi, Cogito ist ein wahrer Manager. ...


Nein, ich bin Professor. Das ist noch schlimmer.

Aber ich werde gern geholfen. Das vermittelt mir so ein Gefühl mitmenschlicher Solidarität.

Dr. Google verwende ich hauptsächlich, um bei Beschwerden den passenden Krebs identifizieren zu können.
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Deserteur

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragMi 31. Jan 2018, 18:57

Cogito hat geschrieben:
0x556c69 hat geschrieben:Hihi, Cogito ist ein wahrer Manager. ...


Nein, ich bin Professor. Das ist noch schlimmer.

Aber ich werde gern geholfen. Das vermittelt mir so ein Gefühl mitmenschlicher Solidarität.

Dr. Google verwende ich hauptsächlich, um bei Beschwerden den passenden Krebs identifizieren zu können.

Offtopic:

Ohne Mist? Du bist Prof.? Vermutlich i. R. oder emeritus?
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MaikS

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDo 1. Feb 2018, 11:58

Köstlicher thread. Ich will diverse postings "upvoten", geht aber ja leider nicht da Plauderecke :-(
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Cogito

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDo 1. Feb 2018, 13:50

Deserteur hat geschrieben:...Vermutlich i. R. oder emeritus?


Leider nur i.R.. Der Status des Emeritus entging mir durch die Bürde der späten Geburt.

Die Emeritierung ist nicht gleichbedeutend mit der Pensionierung. Professoren, die in Deutschland vor einem (je nach Bundesland unterschiedlichen) Stichtag berufen worden sind, genießen ein besonderes Emeritierungsrecht: Sie erhalten ein höheres Ruhegehalt, das ungefähr der Besoldung vor Eintritt der Emeritierung entspricht. ....
...Die Emeritierung regelt zwar grundsätzlich das Landesrecht, allerdings wurde sie bundesrechtlich durch das Hochschulrahmengesetz in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre für nach einem bestimmten Stichtag berufene Professoren abgeschafft,


Die Professorenvergütung wurde im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich abgespeckt: von der H-Besoldung zur C-Besoldung (ging noch so gerade) und dann von der C- auf die W-Besoldung (absolute Frechheit). Klar kommen jetzt wieder Diverse aus dem Gebüsch gesprungen und meinen hier wird aber auf hohem Niveau gejammert., wo doch der Heinz von nebenan ... . Es geht aber das Konzept. Ursprünglich gehörten die Professoren zur der Elite, von deren Beiträgen man sich entscheidende Stimuli für die Entwicklung eines Landes versprach. Sie sollten neben der wissenschaftlichen Forschung die Ausbildung der Akademiker des Landes gewährleisten, deren Quote lange Jahrzehnte deutlich unter 10% lag, dann aber auf z.B. 23% im Jahr 2007 stieg.

Eine adäquat gleichbleibende Qualität wäre gewährleistet gewesen, wenn man jetzt der Studierendenzahl gemäß die Zahl der Lehrkräfte angehoben hätte. Da waren natürlich die Finanzminister vor. Also verschob sich das Verhältnis ungünstig. Da man nicht so ganz ohne Kompensation davon kam, wurden die neu geschaffenen Stellen zumindest teilweise durch schlechtere Bezahlung finanziert.

Die brotlosen Berufe - Geisteswissenschaftler, sorry aber so ist es nun mal - sind immer noch heilfroh mit den Tarifen. Die Solala Gefragten - z.B. die Biowissenschaftler - knirschen mit den Zähnen, akzeptieren aber noch zum großen Teil. ABER die Heißbegehrten - Maschinenbau, E-Technik, Informatik, ... - haben ein No-Go Haken unter die Alternative Akademische Karriere gesetzt. Und das ist fatal, da gerade Deutschland auf diesen Gebieten absolut auf akademische Exzellenz angewiesen ist.

Ein Doktorand der E-Technik, den ich peripher mit betreut hatte, ging nach seiner Promotion zu einem Großkonzern. Ca. 4 Jahre später trafen wir uns, die Chancen für ein gemeinsames Projekt auszuloten. Bei Smalltalk im Restaurant fragte ich ihn, wann er dann zur Universität zurückkehren werde, denn dafür hätte er ja wohl seine Promotion gemacht (=> ziemliche Zeit- und Geldverschwendung für Absolventen dieser Fächer). Er sagte bedauernd, mit der neuen Besoldung hätte sich das erledigt, das könne er seiner Familie gegenüber nicht verantworten.

If you pay peanuts, you will get monkeys.
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MaikS

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDo 1. Feb 2018, 14:27

Dazu passt finde ich ein interessanter Artikel:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 86449.html
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0x556c69

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDo 1. Feb 2018, 16:20

MaikS hat geschrieben:Dazu passt finde ich ein interessanter Artikel:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 86449.html

Der Artikel schürt zwar ganz schön Verschwörungtheorien und Zukunftsängste, aber so ganz unrecht hat der Kommentator nicht. Vor allem, weil die Gründe bei der Privatisierung der Weiterentwicklung in vielen Bereichen nicht abstellbar sind, etwa die organisatorischen (Verantwortliche müssen sich demokratischen Wahlen stellen) oder wirtschaftlichen (gigantische Investitionskosten, die zunächst einmal keinen Ertrag bringen).

An einer Stelle driftet er aber ganz schön in die Alchemie ab: "Früher oder später wird sich all die Forschung darüber, was lernende Systeme mit riesigen Datenmengen anstellen können, von allein in Gold verwandeln". Wasserstoff in Gold, verstehe ich, kostet viel Energie. Aber Bits in Gold? Hmm, sind das die vieldiskutierten Bitcoins :roll:?

Cogito hat geschrieben:Sie [die Professoren] sollten neben der wissenschaftlichen Forschung die Ausbildung der Akademiker des Landes gewährleisten
Lehre ist aber nur eine Seite der Medaille. Es muss auch eine Lernbereitschaft von den Belehrten eingefordert werden dürfen. Und von Seite der Politik weniger eine Sicht auf die Metriken (Akademiker-Quote, Alter der Absolventen, PISA, VERA, ...) als auf das Ergebnis. Da sind wir sofort bei strengeren Prüfungen, längerer Schuldauer und auch Elitenförderung. Aber schon wird man nicht mehr gewählt, weil sich dann ja viele Wähler diskriminiert fühlen und auf Chancengleichheit pochen.

Ich habe irgendwie den Eindruck, dass die aktuelle Bildungspolitik einen Kurs einschlägt, der vergleichbar mit Regeländerungen im TT wären, die jedem KL-Titscher realistische Chancen gegen Boll oder Ma Long einräumen. Oder wieder Material wie früher erlauben, das den Punkt selbst macht: GLN, Zelluloid-Ball, beliebige Belagsfarben, beliebige Aufschläge... (die Bemerkung kann ich mir jetzt nicht verkeifen, vor allem bei dem Gejammer über die Anpassung an den P-Ball im Nachbarforum :geil:)
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Cogito

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDo 1. Feb 2018, 19:40

0x556c69 hat geschrieben:....was lernende Systeme mit riesigen Datenmengen anstellen können, von allein in Gold verwandeln". Wasserstoff in Gold, verstehe ich, kostet viel Energie. Aber Bits in Gold? ......

Und von Seite der Politik weniger eine Sicht auf die Metriken (Akademiker-Quote, Alter der Absolventen, PISA, VERA, ...) als auf das Ergebnis. Da sind wir sofort bei strengeren Prüfungen, längerer Schuldauer und auch Elitenförderung. Aber schon wird man nicht mehr gewählt, weil sich dann ja viele Wähler diskriminiert fühlen und auf Chancengleichheit pochen.
...)


Zu Ersterem lautet meine Vermutungen:

- der perfekte Verkäufer. Darüber kann direkt Geld generiert werden. Ah, der fährt eine S-Klasse, also bieten wir ihm im Netz nur 5* Hotels zur Auswahl, alles No-Name fällt weg, dafür Glamour. Ach nein, der macht ja X also besser Edel-Understatement (zum Extrapreis). Eine kleine Primitiv-Version.

- analysis on request, für die man kräftigst zahlen muss

- ... ? Fantasie ist gefragt ? ...

Zu Zweitem:

- in der Reihe der absoluten Kotzbegriffe fehlt mein Lieblingsfeindbild OECD :puke :puke

- zur Elitenförderung gehört stimmig, dass denjenigen, denen das Zeug zur Elite fehlt - das ist per definitionem die Mehrheit - ebenfalls die optimale Förderung geboten wird. Hier war die die alte BRD perfekt aufgestellt mit ihrem differenzierten Ausbildungsangebot, das hoch qualifizierte Handwerker, Techniker und eben nicht-akademische Fachleute hervorgebracht hat.

Und gerade das ist durch das stupide OECD Gequake nach "Akademikerquote" gründlich kaputt gemacht worden. In den 80ern las ich erstaunt, dass in Japan Hochschulabsolventen in den Kaufhäusern als Helfer an der Rolltreppe stehen :horror: . Das war mir völlig unverständlich. Mittlerweile nicht mehr. Noch ist es bei uns nicht so weit. Aber dafür wird überall über den Fachkräftemangel geklagt. Na sowas, wer hätte denn das gedacht :D ?

Ich hatte einen Diplomanden/Diplomandin, der innerhalb von 15 Semestern endlich sein/ihr Studium abgeschlossen hatte, alle Fächer im Diplom mit 4, die Arbeit auch mit 4 (meine einzige, ging aber leider nicht anders). Der/die muss sich jetzt mit seinem/ihrem Status Akademiker durchs Berufsleben quälen. Dabei war er/sie bei der Arbeit sehr gewissenhaft, mit großem Einsatz und Ausdauer. Ich bin mir sicher, dass es Berufsfelder gibt, bei denen gerade das sehr gut zum Einsatz kommt. Aber wissenschaftliches Arbeiten Fehlanzeige. Was für eine Vergeudung von Lebenszeit (und für die Gesellschaft: fehlende Einzahlung in die Sozialkassen).

Den letzten Sargnagel hat diese beschissene Bologna Reform in unser Bildungssystem gerammt. Jetzt sind wir auf das angelsächsische Niveau herunter getrimmt worden. In den 70ern und 80ern haben mir alle amerikanischen bzw. britischen Kollegen, die bei uns einen Post-Doc machten, bestätigt, dass eine deutsche Diplomarbeit (Biologie/Chemie) qualitativ höher einzuschätzen sei als eine Master Arbeit. Ein promovierter deutscher Naturwissenschaftler hatte keinerlei Mühe, im "gelobten Land" - God's own country (nowadays "first !!") - sofortissime eine Stelle als Post-Doc zu bekommen. Nebenbei findet man in der Majorität auf diesen Stellen in den USA Ausländer. Stichwort brain drain.

Das letzte Lichtlein, was Bachelor/Master bedeutet, ging mir in einer meiner letzten Vorlesungen auf, als ich ein klassisches Nachweisverfahren vorstellte, beim Laktatdehydrogenase durch Reduktion von Tetrazolen zu Formazan nachgewiesen wurde. Als ich dann in meiner nervenden Art mal nachfragte, ob den niemand erstaunt sei, dass man LDH durch diese Reaktion nachweisen könne, erntete ich :horror: . Hier muss ich erklären, dass die LDH zum allgemeinen biochemischen Basiswissen gehört. So wie man als TT-Spieler weiß, dass die glatten Beläge innen noch Noppen haben. Weitere Nachfrage von mir - mittlerweile misstrauisch :o - was das Enzym denn überhaupt mache. Eine der angebotenen Antworten: Proteine phosphorylieren. :klatsch: . Da es sich um eine Veranstaltung des Masterstudiums handelte, kam sie von einem Bachelor Biologie oder Chemie. Nach weiteren 5 Minuten war der Sachverhalt dann geklärt, und ich konnte mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass sich alle Anwesenden glücklich schätzen dürfen, keine Diplomprüfung mehr machen zu müssen. Rundum :mrgreen: strahlende Gesichter.

Ein klassisches Beispiel für Bulämie-Lernen. Zum Teil galt das auch im alten System. Drei Jahre nach meiner Diplomprüfung war Vieles auf den Meeresgrund gesunken aber sowas wie die LDH bestimmt nicht. Man musste sich alles für die vorlesungsbegleitenden Übungen/Seminare/Aufnahmeklausuren (für die anschließende Praktika) zum ersten Mal 'reinziehen, zum Vordiplom zum zweiten Mal, bei praktikumsbegleitenden Prüfungsgesprächen im Hauptstudium sollte man auch nicht gerade durch entsprechende Gletscherspalten auffallen (also schnell nochmal ins Buch geschaut) und dann die Diplomprüfung - 3 Monate rundum Monsterlernen. Und für die Promotion habe ich rein sicherheitshalber den Citratzyklus zum dunnemalsten überflogen. Nicht umsonst heißt es seit alters her

reptitio mater studiorum est

Und die repetitio ist gerade gründlichst minimiert, "bolognisiert" worden.

Ach ja: das Ganze sollte zu schnellerem Studium mit weniger Abbrüchen führen. Die ersten verschämt publizierten Bilanzen: mehr Abbrecher, längere Gesamtstudiendauer (bis inkl. Master). Wenigstens das mit den Abbrechern ist positiv, denn es zeigt, dass die Selektion über zu bestehende Klausuren funktioniert, an denen man sich aber 6x versuchen kann und dann via Ausnahmegenehmigung noch ein weiteres mal. Die längere Gesamtdauer ist der Bachelorarbeit zu verdanken, die zwar nicht über das Niveau und den Umfang des früheren Forschungspraktikums (6 Wochen im Labor der Wahl, dann Abschlussprotokoll) hinausgeht, aber durch den reglementierten Firlefanz Vorstellung und Prüfung zur Arbeit, nebst Gutachten und Zweitgutachten (ich kenne keinen Kollegen, der als Zweitgutachter seine Zeit damit vergeudet hat, einen Blick in eine Bachelorarbeit zu werfen; da heißt es höchst ökonomisch "Ich stimme zu" und zwar dem Erstgutachter) frisst das halt ein ganzes Semester statt der 6 Wochen.

Wofür das Ganze ? Für einen Bachelortitel, mit dem man nichts anfangen kann. Gefordert ist der Master (Minimum).

p.s. die Juristen und Mediziner wischen sich noch jetzt den Schweiß der Erleichterung von der Stirn, dass sich sich diesen Scheiss erspart habe.
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Cogito

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragDo 1. Feb 2018, 19:42

p.s. wenn ich meine mittlerweile eigentlichen OT Beträge lese, finde ich , dass der Fred-Titel für mich jetzt sichtlich noch mehr zutrifft :twisted: .
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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragFr 2. Feb 2018, 13:57

In meinem Studium wurde zwischen Diplom und Master so gut wie nichts geändert. Es müssen dieselben Vorlesungen besucht werden usw. Was aber einfach nervt, ist, dass ein Aufeinanderaufbauen von Wissen bei uns so wenig stattfindet. Da backt jeder Dozent sein eigenes Brötchen und schaut nicht links oder rechts. Erst im Master wird da mal geschaut.

Lohnpolitik an der Uni ist aber sowieso zum Kotzen. Lehrstuhlinhaber 6k, sonstiger Prof. 4k und akademischer Rat ähnlich. Und dann wundert man sich, dass viele von denen nebenher unternehmerisch tätig sind.
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Cogito

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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragFr 2. Feb 2018, 21:59

Deserteur hat geschrieben:In meinem Studium wurde zwischen Diplom und Master so gut wie nichts geändert. Es müssen dieselben Vorlesungen besucht werden usw. ....


Alter Wein in neuen Schläuchen. Das haben wir zu 80% genauso gemacht. Anders wäre die Umstellung auch nicht zu schaffen gewesen, denn es mussten in der Übergangszeit von ca. 5 Jahren beide Studiengänge, Diplom sowie B & M, gleichzeitig angeboten werden. Ohne zusätzliche Kapazitäten.

Aber die formale Abwicklung ist bei gleichen Inhalten eben anders. Jetzt Akkumulation von Credit Points ohne abschließende Generalprüfung.
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Re: Schnauze voll !!!!!!!!!!!

BeitragSo 4. Feb 2018, 17:16

Ja, so ne Abschlussprüfung wäre schon ganz sinnvoll. Oder dass man während der Semester das ganze mal in sinnvolle Projekte bündelt.
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